HSG Siebengebirge

Im Kampf um den Klassenerhalt haben die Damen im Meisterschaftsspiel gegen den TV Roetgen endgültig den Sack zu gemacht und mit dem 27:21 (12:10)- Sieg den Klassenerhalt geschafft. Gleichzeitig war jedoch auch ein weinendes Auge dabei, denn Tine Kutlesa hat zum vorerst letzten Mal den Ball für die HSG geworfen…


Nach dem überaus wichtigen Sieg gegen den HSV Frechen am vergangenen Wochenende, konnten die Damen nun aus eigener Kraft mit einem weiteren Sieg den Verbleib in der Oberliga fix machen. Neben diesem positiven Ausblick auf die Trainingswoche, gab es noch einen Schock zu verdauen für die HSG-Damen: Tine Kutlesa informierte am Donnerstag die Mannschaft darüber, dass sie nach der Partie gegen den TV Roetgen leider die Handballschuhe an den Nagel hängen muss. Anhaltende Kniebeschwerden in den letzten Monaten machten es notwendig, bereits in zwei Wochen eine Arthroskopie und folglich eine weitere Operation am Knie durchzuführen. 

Entsprechend war die anstehende Partie gegen den TV Roetgen eine besonders emotionale Angelegenheit für die Siebengebirglerinnen. Im Hinspiel noch knapp unterlegen (30:32), starteten die Gastgeberinnen stark in die Partie. Eine  3:0 Führung konnten die Damen bis zum 5:1 ausbauen. Erst nach und nach kamen auch die Gäste in Schwung: Zur 12. Minute (6:4) konnten die Rot-Gelben die Partie etwas ausgeglichener gestalten, sodass die HSG noch aufmerksamer und konzentrierter zur Sache gehen musste. Bis zum 11:6 (21. Minute) gelang dies auch sehr gut, ehe sich die HSG-Offensive vermehrt zu kurze Angriffe und damit zu hektische Abschlüsse leistete. In dieser Phase gelang es den Gästen, den Abstand wieder zu verringeren (11:9 – 26. Minute). Zur Halbzeit konnte der Zwei-Tore-Abstand jedoch gehalten werden und mit 12:10 ging es für beide Teams in die Kabinen.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit besannen sich die Blau-Grünen wieder auf ihre Stärken und vor allem auf die überaus wichtige Defensivarbeit, die einmal mehr zum Erfolgsgarant werden sollte. Über die Spielstände 14:12 und 18:13 (42. Minute), konnten die HSG-Damen in der 54. Minute die höchste Führung des Spiels herausspielen: 26:17. In dieser Phase konnte die HSG wieder frühzeitig Bälle durch eine kollektiv starke Abwehr abfangen und durch eine schnelle zweite Welle Tore erzielen. Hierbei konnte sich insbesondere Tine Kutlesa noch einmal auszeichnen und für viele starke Szenen auf Seiten der Gastgeberinnen sorgen.

Mit kleinen Tränen in den Augen wurde das vorletzte Saisonspiel mit 27:21 für die Damen abgepfiffen. Damit haben die Damen aus eigener Kraft den Klassenerhalt in der Oberliga geschafft und Tine Kutlesa einen wunderbaren Abschied beschert. Mit einer kleinen Verabschiedungsrunde, vielen warmen Worten und einer kleinen Foto-Collage aus den vergangenen Handball-Jahren wurde die HSG Legende in den - nicht ganz freiwilligen aber wohl medizinisch vernünftigen - "Handball-Ruhestand" verabschiedet.

Es spielten und trafen: Real (Tor), Wahl, M. Huhn, Behr, Wallau (4), Strunk (4), Meiling (1), Franz (3), Thiel (1), Henrich (2), Bouchuari (1), Timurdas (2), Kutlesa (9/1), Ruiters

Für die Damen,

Jenni Real