HSG Siebengebirge

Am vergangenen Samstag reiste eine ersatzgeschwächte 1. Damen-Mannschaft der HSG ins nahegelegene Köln, um gegen den PSV Köln ihr vorletztes Auswärtsspiel zu absolvieren. Dass bei der HSG die Invalidenbank mittlerweile größer ist als die Auswechselbank, war bereits beim letzten Heimspiel aufgefallen. So standen Trainer Moitzfeld lediglich neun Spielerinnen an diesem Spieltag zur Verfügung. Nach schwachem Start und folglich einem 10:16-Rückstand zur Halbzeitpause, kamen die Grün-Blauen motiviert aus der Kabine, unterlagen aber nach 60 Minuten zu deutlich mit 22:34 gegen die Damen des PSV Köln.

Bereits beim Aufwärmen wurde allen Spielerinnen der HSG schnell klar, dass man mit diesem geringen Kader ein zu schnelles und kräfteaufreibendes Spiel nicht lange mithalten könnte- so appellierte Trainer "Schorsch" Moitzfeld seine Spielerinnen bereits vor Anpfiff, ein ruhiges und konzentriertes Spielverhalten an den Tag zu legen. Lange Angriffe, wenig technische Fehler und ein konzentriertes Abwehrverhalten waren angesagt! Doch bereits nach 6 Minute lag mal chancenlos mit 6:0 Toren hinten und auf Seiten der HSG wurde die erste Team-Timeout-Karte gezogen.
In den folgenden Minuten konnte über ein 11:6 (22') und ein 14:10 (28') der Abstand noch gering gehalten werden, allerdings hatte man das verletzungsbedingte Ausscheiden von Nicole Strunk zu bedauern. Die leistungsstarke Rechtshänderin auf der rechten Außenposition sollte für den weiteren Spielverlauf komplett ausfallen, so waren es nur noch 8 Spielerinnen, die sich deutlich angeschlagen in die Halbzeitpause (16:10) verabschiedeten.
Den besseren Start in die zweite Halbzeit lieferte zum erstaunen des Kölner Trainers die Damen aus dem Siebengebirge. Nach gut ausgespielten Angriffen, mit erfolgreichem Torabschluss sah sich die Heimmannschaft in der 35. Minute (18:14) zu einem Team-Timeout gezwungen.
Die Ansprache schien die Kölnerinnen wach gerüttelt zu haben, denn in den folgenden Minuten nahmen sie zunehmend ihr sicheres Tempospiel wieder auf und erspielten sich bis zur 43. Minute eine souveräne 10-Tore Führung (24:14).
Die Grün-Blauen hingegen konnten im Angriffsverhalten taktisch nicht alle Spielabläufe abrufen, so häuften sich vor allem in den Schlussminuten die technischen Fehler. Die Kölnerinnen, des Laufens noch lange nicht müde geworden, bestraften dieses unkonzentrierte Verhalten gnadenlos mit treffsicheren Tempogegenstößen.
Nach 60 Minuten unterlag man den Damen des PSV somit klar und deutlich mit 34:22!
Trainer Georg Moitzfeld versuchte im Anschluss seine Mannschaft zu motivieren und  für die letzten zwei Saisonspiele noch mal alle Kräfte zu mobilisieren.
Positiv hebt er die Mannschaftsleistung und den Willen hervor, den seine Damen trotz deutlicher Niederlage bis zum Ende des Spiels aufrecht erhalten haben.

Für die HSG spielten und trafen: Plum (Tor), Wahl (1), Wallau (11), Behr, Pieper, Bouchuari (8), Voll, Strunk (1), Schwanke (1)