HSG Siebengebirge

Als letztes HSG-Team bestritt die 1. Damen-Mannschaft am vergangenen Samstag ihr letztes Saisonspiel gegen den HSV Bocklemünd und beendete somit eine lange und oft schwierige Saison. Abgepfiffen wurde die letzte Partie der Oberligasaison am Sonnenhügel mit dem Endergebnis von 14:21. Im Vordergrund standen für die HSG-Damen aber erfreuliche und emotionale Personalien.


Die HSG-Damen verabschieden sich aus der Oberliga. (Foto: Olaf Pohl)

Vielerorts dünnt sich der Kader einer Handballmannschaft zum Ende der Saison aufgrund von Verletzungen oder etwa einer bereits finalen Tabellenkonstellation im positiven oder negativen Sinne merklich aus. Nicht so bei den HSG-Damen: Im letzten Saisonspiel standen ungewöhnlich viele Spielerinnen im Spielbericht. Trotz der seit einigen Spieltagen bereits eindeutigen Tabellenposition, konnte Trainer Moitzfeld sogar zum letzten Spiel noch eine neue Torhüterin zur Verstärkung des Teams gewinnen.

Julia Zander parierte bereits in den ersten Minuten im letzten Saisonspiel gegen den HSV Bocklemünd einige Bälle, darunter zwei Siebenmeter-Würfe. So bekamen nicht nur die Gäste sondern auch die Zuschauer direkt einen starken Eindruck von der neuen, leistungsstarken HSG-Spielerin. Zu Anfang schien sich daher am Sonnenhügel eine kleine Sensation anzubahnen. Durch die starke Julia Zander im Tor, waren die Grün-Blauen von erster Minute wach und aufmerksam. Über 30 Minuten der ersten Halbzeit gelang es den HSG-Damen, die Gäste auf Abstand zu halten, die wohl durch die ungewohnten Qualitäten der HSG-Schlussfrau etwas verunsichert agierten. Auch die Zuschauer waren zu diesem Zeitpunkt hörbar begeistert von dieser Partie und versuchten, ihre Damen bestmöglich zu unterstützen. In der 12. Minute und einem Spielstand von 5:1 für die Grün-Blauen sah sich HSV-Trainer Voigtländer gezwungen, ein Team-Timeout zu nehmen, um seine Spielerinnen wach zu rütteln. So holten die Gäste zwar Tor für Tor auf, über ein 9:9 zur Halbzeit konnte sich allerdings keine der beiden Mannschaften absetzen.

In der zweiten Halbzeit konnten die Siebengebirgs-Damen allerdings nicht an die durchaus starke Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen. Zu oft scheiterte man auch hier an den Torhüterinnen, die lediglich nur noch fünf Tore zuließen. In der 55. Minute erzielte Luisa Wallau das 14. und somit letzte Tor für die HSG-Damen der Oberliga-Saison (14:18). Dass die Damen in Grün-Blau nicht schon vorab den Anschluss an die Partie verloren, hatte man vor allem Julia Zander und auch Nicole Strunk auf der rechten Außenposition zu verdanken. Die beiden Spielerinnen zeigten eine starke Leistung. Das Schiedsrichtergespann Scharf/Schneider pfiff nach abgelaufener Spielzeit und einem Endergebnis von 14:21 diese letzte Begegnung der Oberliga-Saison 2018/2019 ab. 

Alle Details zum Spielverlauf gibt es im Liveticker auf SIS-Handball zum Nachlesen.

Sportlicher und emotionaler Abschluss der Saison
Dass diese Saison nicht schon vor Beginn scheiterte, hat der gesamte Damenbereich der HSG dem großen Engagement von Damenwartin Uschi Otzipka zu verdanken. Sie mobilisierte in der Vergangenheit nicht nur die eine oder andere Spielerin, sondern stand auch als Kontakt direkt zwischen dem Vorstand und dem Damenbereich immer zur Verfügung. Vor Anpfiff der Partie gegen den HSV Bocklemünd verabschiedeten das Team, Zuschauer und die örtliche Presse Uschi Otzipka in den wohl verdienten Ruhestand als Damenwartin. Mit ihr werden Spielerin Carola Wahl und Co-Trainer Tim Boland das Team verlassen. Tim stand in den vergangenen zwei Jahren dem Team zur Seite. Die gesamte Mannschaft bedankt sich ganz herzlich bei Uschi, Caro und Tim für die großartige und jahrelange Unterstützung auf und neben dem Spielfeld! 


Ein herzlicher Abschied nach jahrelangem Engagement für die HSG-Damen: Damenwartin Uschi Otzipka (links) und Spielerin Caro Wahl. (Foto: Olaf Pohl)

Personelle Veränderungen hatten sich bei den HSG-Damen schon zu Beginn der Saison im Herbst 2018 sowie durch die gesamte Spielzeit gezogen. Nach mehr Tiefen als Höhen sind alle Beteiligten nun froh, erst einmal in eine wohl verdiente Pause überzugehen.

Die HSG-Damen bedanken sich an dieser Stelle bei allen Freunden und Förderern, ob im Vordergrund oder im Hintergrund, ob auf dem Spielfeld oder daneben, ob auf den Zuschauerrängen oder beim Verfolgen des Livetickers, die diese Saison ermöglicht haben.
Trainer Georg Moitzfeld wird auch in der kommenden Verbandsliga-Saision 2019/2020 am Spielfeldrand das Team unterstützen und arbeitet im Sommer mit den HSG-Damen, sodass in der neuen Liga Spielabläufe besser verinnerlicht werden und die nötige Stärke gewonnen wird, um wieder oben mitzuspielen zu können. 


HSG olé