HSG Siebengebirge

Im Derby gegen die "Roten" vom TuS Niederpleis mussten sich die HSG-Damen deutlich mit 28:37 geschlagen geben. Ursache war eine desolate erste Halbzeit, nach der man mit einem 11:22 Zwischenstand in die Pause gehen musste. In der zweiten Hälfte zeigten die Siebengebirglerinnen jedoch mentale Stärke und konnten diese durch eine starke Teamleistung mit zwei Toren für sich entscheiden.

Angestachelt durch die knappe Niederlage im letzten Spiel gegen den TV Roetgen (22:24) gelang es den Niederpleiserinnen von Anfang an, die Blau-Grünen im Angriff massiv unter Druck zu setzen. Immer wieder wurde die zuletzt starke Abwehr der HSG-Damen durchbrochen, wodurch die Torhüterinnen sich mit zahlreichen Abschlüssen ab 6 Metern konfrontiert sahen. Im Angriff wiederum musste man sich mit einer sehr offensiven 3:2:1 Deckung der "Roten" zurechtfinden. Wie bereits im ersten Spiel zeigten die Blau-Grünen gegen eine offensive Abwehr Nerven. Technische Fehler kombiniert mit mangelndem Druck im Angriff führten dazu, dass man die Niederpleiserinnen mit einem Halbzeitstand von 11:22 ziehen lassen musste.


Durch eine passionierte Ansprache gelang es Trainer Fabian Schlegel jedoch, die zur Halbzeit deutlich angeschlagenen Siebengebirglerinnen neu zu motivieren. Mental gestärkt verließ man die Kabine mit dem Ziel, sich trotz einer schwachen ersten Hälfte keinesfalls geschlagen zu geben und alle Kräfte in die zweite Halbzeit zu investieren.


Umgesetzt wurde dies direkt im ersten Angriff durch Evelyn Wenz, die beherzt nach 18 Sekunden den ersten Treffer der zweiten Halbzeit erzielte. Nach diesem Auftakt zog die Leistung der Blau-Grünen deutlich an. In der Abwehr gelang es nun, besser zusammen zu arbeiten und die Niederpleiserinnen dadurch zu mehr Distanzwürfen zu zwingen. Vor allem aber im Angriff zeigten die HSG-Damen eine deutliche Leistungssteigerung. Im Zusammenspiel von Rückraum und Kreis konnten insbesondere Ilham Bouchuari und Svenja Sanders die nach wie vor offensive Abwehr der "Roten" nun überwinden. Zusätzlich konnte sich Mathilde Andrassy mit drei starken Rückraumtreffern auszeichnen. Durch eine geschlossene Teamleistung gelang es daher, die zweite Halbzeit mit einem 17:15 für die Blau-Grünen zu entscheiden. Selbstredend konnte auch eine gewonnene zweite Halbzeit die verschenkte erste Hälfte nicht mehr ausgleichen. Für die junge Mannschaft der HSG war dies trotzdem ein wichtiges Zeichen dafür, dass man mit einer konstanteren Leistung in beiden Halbzeiten durchaus in der Lage ist, um den Sieg zu spielen.


Für die HSG spielten: Meurer, Zander (beide Tor), Bouchuari (10 4/4), Sanders, M. (2), Andrassy (3), Schwanke (1), Sanders, S. (8), Fischer, Lagermann (1), Wenz (1), Reiser (1), Müller (1), Voll


HSG olé