HSG Siebengebirge

Mit der bisher besten Abwehrleistung im laufenden Spielbetrieb sicherten sich die Damen der HSG am Samstag den ersten Auswärtssieg der Saison. Mit nur 14 Gegentoren schlug man nach dem Derbysieg gegen die "Roten" aus Niederpleis sowie dem TV Roetgen auch den fünftplatzierten Pulheimer SC mit 21:14 (10:6). Für die Tabelle der Verbandsliga bedeutet dies nun einen punktmäßigen Gleichstand der Ränge sieben bis zehn und somit einen mehr als spannenden Abstiegskampf in den kommenden Wochen.

Auswärtssieg Pulheim
Im Freudentaumel: Die Damen der HSG nach dem ersten Auswärtssieg der Saison

Nahtlos anknüpfend an die beiden Heimsiege der letzten zwei Wochen begannen die Siebengebirglerinnen erneut voller Elan und zeigten von der ersten Minute an ihren Siegeswillen. Der Pulheimer SC hingegen schien vom Selbstvertrauen der Blau-Grünen überrascht und so führte man nach zwei Minuten bereits mit 3:0. Glanzstück dieser ersten Spielphase war eindeutig die Abwehr der HSG, die für die Kölnerinnen wie eine schier undurchdringliche Mauer wirken musste. So musste man bis zur 25. Minute lediglich zwei Gegentore aus dem gebundenen Spiel hinnehmen, denn selbst wenn den Pulheimerinnen ein Abschluss gelang, scheiterte man an Torhüterin Julia Zander. Im Angriff hingegen konnte man an das Niveau der Abwehr nicht gänzlich heranreichen. Wie schon in den letzten Partien verhinderte eine phasenweise erneut schwächelnde Quote im Abschluss eine deutlich höhere Führung, zu der man durchaus in der Lage gewesen wäre. Stattdessen musste man nach drei Zeitstrafen in den letzten Minuten der ersten Halbzeit noch zwei weitere Gegentore hinnehmen und sich so mit einem 10:6 in die Halbzeitpause verabschieden.

Tine Kutlesa
Auch in Pulheim nicht aufzuhalten: Beste Werferin der Partie war Tine Kutlesa

Weiterhin in Unterzahl und somit in der Abwehr geschwächt zeigten die Siebengebirglerinnen in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit kurzzeitig Nerven. Dies nutzten die Pulheimerinnen zu ihren Gunsten und arbeiteten ihren Rückstand konsequent auf. Bis zur 35. Minute ohne Tor im Angriff sah man sich nach einem Siebenmeter-Treffer von Johanna Ruehling plötzlich einem Spielstand von 10:9 gegenüber. Nach ihrem Anschlusstreffer witterten die Kölnerinnen plötzlich doch noch eine Siegchance und setzten die Blau-Grünen jetzt stärker unter Druck. Aber auch die Damen aus dem Siebengebirge zeigten jetzt Charakter und wollten den ersten möglichen Auswärtssieg unbedingt verteidigen. So hielt man die Pulheimerinnen in den nächsten Minuten knapp aber konsequent auf Abstand und es gelang, die Führung kein einziges Mal aus der Hand zu geben. Den letzten Anschlusstreffer erzielte dann erneut Johanna Ruehling in der 52. Minute. Dies markierte aber auch gleichzeitig den letzten Treffer der Partie für die Kölnerinnen, denn in den letzten acht Minuten zeigte die Abwehr der HSG im Zusammenspiel mit Torhüterin Julia Zander erneut ihre Qualität aus der ersten Halbzeit und ließ keinen einzigen Treffer mehr zu. Im Gegenzug sicherten Tine Kutlesa und Antonija Kutlesa im Angriff mit fünf Treffern den Sieg für die Damen aus dem Siebengebirge. Den letzten Treffer der Partie zum 21:14 markierte dann in den letzten Sekunden der Partie Julie Fischer.

Mit Spannung darf nun die Partie der nächsten Woche gegen den CVJM Oberwiehl erwartet werden. Nach einem desolaten Hinspiel (6:27) heißt es nun, die starke Form aufrecht zu erhalten und eventuell sogar den drittplatzierten Oberwiehlerinnen die Stirn zu bieten.

Für die HSG spielten: Zander, Lagermann (1), Wahl (2), Behr, Fischer (1), Kutlesa C. (11/4), Kutlesa A. (6), Andrassy, Reintgen, Vögel-Höffner, Voll

HSG olé