HSG Siebengebirge

HSG-Trainer Thomas Radermacher muss sich jede Woche vorkommen, als würde er einen bekannten Film immer und immer wieder ansehen müssen. So wiederholt sich auffallend oft das Muster im Spielverlauf seiner Verbandsliga-Herren. Doch das hat auch sein Gutes: mit dem Sieg gegen den Stolberger SV (31:22) bleiben die Grün-Blauen im achten Heimspiel in Folge unbesiegt.

Am Samstag traf die Zweite Herren der Siebengebirgler auf die Sportskameraden aus Stollberg. Im Hinspiel teilten sich beide Mannschaften nach einem intensiven und spannungsreichen Spiel die Punkte. Ziel war es an diesem Samstag, das Spiel aus einer dicht gestaffelten Abwehr heraus zu stabilisieren, in der ersten und zweiten Welle technisch sauber zu spielen und im Positionsangriff den Gegner mit einer guten Auswahl an Spielzügen immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen.

Leider war Trainer Radermacher wie schon in den letzten Spielen gezwungen, bereits nach acht Minuten und einem Fünf-Tore-Rückstand eine Auszeit zu nehmen. Erneut fehlte seiner Mannschaft sowohl hinten als auch vorne jegliche Einstellung zum Spiel und vor allem die gesteckten Vorgaben für das Spiel wurde nicht mal ansatzweise umgesetzt. „Da könntest du als Trainer die Wände hochgehen. Du sprichst vorher alles mit deiner Mannschaft ab und dann siehst du die ersten 10 Minuten, wie deine Männer aber auch wirklich gar nichts von den Vorgaben umsetzen. Entgegen meiner Art musste ich hier direkt zu Beginn in der Auszeit sehr laut werden“, kommentierte Trainer Radermacher zu dem Beginn des Spiels. Die Botschaft kam offenbar an, denn die Mannschaft zeigte sich in der Folge wie verwandelt. Das junge Team setzte die Vorgaben um, holten kontinuierlich Tor um Tor auf und ging mit einem 14:12 in die Halbzeitpause.

Auch die zweite Halbzeit wurde konzentriert gespielt, die Vorgaben umgesetzt und aus einer guten Abwehr heraus, mit zwei stark parierenden Torhütern, einfache Tore aus dem Tempogegenstoß erzielt. Am Ende gewann man verdient und deutlich mit 31:22 und freut sich über zwei weitere Punkte.

Trainer Radermacher fasste zusammen: „ Es war ein absolut verdienter Sieg. Die ersten 10 Minuten haben wir leider wieder verpennt. Danach aber haben die Männer 50 Minuten sehr guten
Handball gezeigt und den Gegner in dieser Zeit verdient 30:16 geschlagen. Für meine Nerven und meine Stimme wäre es in der Zukunft schön, wenn meine Männer von Anfang des Spiels an auch mental auf dem Feld stehen würden. Wir werden nicht jede Woche einen Rückstand von 5-7 Tore aufholen können, wie man gegen Rheindorf schon erleben konnte.“

Alle Details zum Spiel gibt es im Liveticker auf SIS-Handball zum Nachlesen.

HSG olé