HSG Siebengebirge

Nach einer packenden Partie gewannen die Grün-Blauen am vergangenen Samstag das prestigeträchtige Rhein-Sieg-Derby gegen die Lokalrivalen aus Bonn verdient mit 28:25. Mit einem Sieg am letzten Spieltag hat man nun sogar noch die Chance bis auf den dritten Tabellenplatz empor zu klettern.

Der TSV erwischte den besseren Start in die Partie: Gestützt auf eine sehr stark agierende 6-0 Abwehr fand die HSG zunächst kein Mittel Tore zu werfen. Torhüter Jan Schäper, der den Bonnern ab nächster Saison erstmal nicht mehr zur Verfügung stehen wird, glänzte mit hervorragenden Paraden. Nachdem Nils Bullerjahn per Siebenmeter auf 5:2 erhöhte, war Gästetrainer Sebastian Hoffmann gezwungen seine Mannschaft neu einzustellen (11. Minute). Die Auszeit zeigte volle Wirkung; Tom Tebbe traf drei Angriffe später zum 5:5 Ausgleich.

Die Siebengebirgler stabilisierten sich nun in der Abwehr und dank einfacher Tore durch den Tempogegenstoß, sah man sich in der 24. Minute erstmals mit drei Toren in Führung (11:8). TSV-Trainer David Röhrig zog sofort die grüne Karte, um den Lauf der Siebengebirgler zu unterbrechen. Angeführt von Spielmacher Bastian Willcke erhöhten die Grün-Blauen allerdings bis zum Halbzeitpfiff auf 16:10.

Nach dem Seitenwechsel versuchte man auf Bonner Seite durch eine 4-2 Abwehrformation die HSG aus dem Konzept zu bringen. Auf diesen taktischen Kniff war man hingegen bestens vorbeireitet und suchte weiter geduldig die Lücken in den Abwehrreihen der Gastgeber. Mitte der zweiten Spielhälfte nahm das Tempo der Partie gewaltig Fahrt auf. Angeführt von Kapitän Niklas Rath forcierte der TSV besonders das Tempo nach Gegentreffern, womit die HSG zunächst überhaupt nicht zurechtkam. Fabian Struiff sorgte mit seinem Anschlusstreffer zum 22:21 für großen Jubel auf den Tribünen der Hausherren. Topscorer dieser Partie, Oliver Dziendziol, war allerdings alles andere als beeindruckt und konterte eiskalt mit drei Treffern in Serie für seine Farben und bracht die Siebengebirgler wieder in Führung (25:21, 54. Minute). Auch die letzte Bonner Auszeit und eine offene Manndeckung hatten keine Auswirkungen mehr auf den Ausgang der Partie.

Mit dem Drei-Tore-Rückspielerfolg hat man sich nicht nur für die Niederlage im Hinspiel in eigener Halle revanchiert, sondern auch den Tiebraker im Falle eines HSG-Sieges und einer TSV-Niederlage am letzten Spieltag gesichert. In diesem Szenario wäre die HSG somit Drittplatzierter.

Für die HSG spielten und trafen:
Adeyemi, Schultze, Wiese (alle Tor); Zächerl, Meiling (1), Stöcker (3), Willcke (5), Tebbe (2), Telohe (3), Dziendziol (9), Nahry, Heldmann (2), Mondry (3)

 

HSG olé