HSG Siebengebirge

Zum Abschluss einer überragenden Saison in der Regionalliga und Verbandsliga verlassen bei den Königswinterer Handballern einige Top-Akteure das Spielfeld, die sich allein aus privaten oder beruflichen Gründen gegen eine Fortsetzung ihrer erfolgreichen sportlichen Zeit bei den Grün-Blauen entschieden haben. Die HSG Siebengebirge wird ihre langjährigen Leistungsträger am 12. Mai beim letzten HSG Heimspieltag zum Dank auf besondere Weise verabschieden.


Vorerst zum letzten Mal für die HSG im Einsatz: Malte Mondry, Felix Heldmann, Nils Grunwald, Alexander Telohe und Willi Meiling (v.l.)

Neben Trainer Sebastian Hoffmann wird die HSG Siebengebirge am Samstag auch fünf absolute Führungsspieler der Regionalliga-Mannschaft verabschieden. Die Leistungsträger hatten enormen Anteil an den erfolgreichen Auftritten der Grün-Blauen in dieser ersten Saison in der „Vierten Liga“ und waren bereits in den letzten Jahren elementare Säulen im Spiel der HSG Siebengebirge.

Kapitän Nils Grunwald wird nach vielen Jahren auf Top-Niveau sportlich kürzer treten, als Trainer aber weiterhin für die HSG Siebengebirge im Einsatz sein. Nicht ausgeschlossen ist ein Engagement als Spieler in einer der Reserve-Teams der HSG. Abwehr-Chef Willi Meiling, Rückraum-Spieler Felix Heldmann und Linksaußen Malte Mondry haben mit Rücksicht auf berufliche Planungen oder aus privaten Gründen jeweils entschieden, die Handballschuhe bis auf Weiteres an den Nagel zu hängen. Torjäger Alexander Telohe zieht es aus beruflichen Gründen ins Ruhrgebiet, sodass die Entfernung einen weiteren Einsatz im Trikot der Siebengebirgler unmöglich macht.

„Spieler dieser Qualität, menschlich wie sportlich, ziehen lassen zu müssen, fällt gewiss nicht leicht. Sie haben den Handball bei der HSG über viele Jahre ausgemacht, ob noch als Junioren oder zuletzt mit den großartigen Erfolgen der letzten beiden Saisons. Wir sind sehr stolz, diese tollen Typen in unseren Reihen zu wissen und sind ihnen unheimlich dankbar für die vielen Momente, die wir in den Handballhallen zusammen feiern konnten, “ so Lars Degenhardt, Sportlicher Leiter der HSG Siebengebirge. „Wenn man sich aber nur die Auftritte unserer A-Jugendlichen oder der Verbandsliga-Mannschaft anschaut, muss einem um die Zukunft der HSG nicht bange sein. Wir können uns glücklich schätzen, durch die hochqualifizierte Trainerarbeit viele Talente in den eigenen Reihen zu haben, die diese Lücken der aktuellen Leistungsträger sehr bald schließen werden.“

Im Kader der Verbandsliga-Mannschaft wird Torhüter Carsten Thaysen nach mehr als 15 Jahren als sicherer Rückhalt in verschiedenen Teams der HSG mit der Partie gegen die HSG Euskirchen seine vorerst letzte Partie für die Siebengebirgler bestreiten. Hartnäckige Kniebeschwerden ließen eine Fortsetzung der Karriere nicht zu. „Carsten ist ein absoluter Leistungsträger und Teamplayer. Es gibt nur sehr wenige Spieler, die über solch eine Zeitspanne so ein Niveau halten können. Er wird jetzt etwas Abstand gewinnen aber wir freuen uns sehr, wenn er sich in Zukunft wieder in anderer Funktion bei der HSG engagiert. Carsten ist immer willkommen und fester Bestandteil der HSG Familie“, so Trainer Thomas Radermacher.
In dessen Betreuer-Team steht auch ein Wechsel an. Für Co-Trainer Jörn Kozel, der zum Saisonende aufhört, wechselt der bisherige Rückraum-Routinier Stefan Richarz auf die Position an der Seitenlinie.

„Natürlich lassen wir diese Jungs ungern ziehen, die das Gesicht der HSG über Jahre hinweg geprägt haben. Doch genau aus dem Grund gab es auch keinerlei Umstimmungsversuche. Wir respektieren die Entscheidung zugunsten Familie oder beruflicher Perspektive absolut. Unser ausdrücklicher und herzlicher Dank gilt diesen Spielern und auch den Trainern für ihren fantastischen Einsatz für unseren Verein. Und wenn es doch zu langweilig wird auf der Couch oder es als Zuschauer auf der Tribüne wieder arg in den Fingern kribbelt – wir freuen uns jederzeit über ein Comeback,“ sagt Ralf Röttgen, Vorsitzender der HSG Siebengebirge.

 

Matthias Reintgen