HSG Siebengebirge

Im Auftaktspiel der Regionalligasaison 2018/2019 war wirklich von allem etwas dabei. Die Drachen aus dem Siebengebirge verlieren am Ende knapp mit 26:27 (10:12) gegen den VfB Homberg, können der Partie jedoch auch etwas Positives abgewinnen.

Die junge Mannschaft der HSG Siebengebirge brannte auf den Saisonbeginn. Es war endlich Zeit für eine Standortbestimmung. Mit dem VfB Homberg kam hierzu genau der richtige Gegner an den Sonnenhügel. Timo Stöcker (private Gründe) und Fabian Zächerl (Rückenbeschwerden) fehlten den Drachen.

Schulz und Steinhaus dominieren zu Beginn
Das Spiel begann ausgeglichen und hart umkämpft. Wie bereits in der vergangenen Saison stand mit dem VfB Homberg eine körperlich enorm präsente Truppe auf dem Feld. Jedem Spieler war klar, dass es an diesem Abend auch wehtun würde. Mit einem fulminanten Bjarne Steinhaus, der nach seiner langwierigen Verletzung aus der Vorsaison wie ein gefühlter Neuzugang für die Grün-Blauen ist, und einem agilen Edgar Schulz erspielte man sich rasch eine 6:4 Führung. Es war leider die letztmalige Führung für die Drachen. Im Anschluss erkämpfte sich der VfB Stück für Stück die Feldhoheit. Die Umstellung auf drei Kreisläufer brachte keinen Erfolg gegen die robuste Abwehrreihe und so konnten sich die Gäste bis zur Pause eine Zwei-Tore-Führung (10:12) erspielen.

Bruch zur Pause
Warum die Halbzeit einen solchen Bruch auslöste, ist wohl niemandem so recht klar. Auf Seiten der HSG kam man miserabel vom Halbzeittee zurück aufs Parkett und sah sich unverhofft mit einem 11:17 Rückstand konfrontiert. Plötzlich funktionierte offensiv kaum noch etwas, man agierte kopflos und scheiterte ein ums andere Mal am über zwei Meter großen Mittelblock der Gäste. Der Schwächephase folgte dann jedoch das Positive dieser Auftaktpartie.

Moral bewiesen
Mit leidenschaftlichem Einsatz und einer großen Energieleistung kämpfte sich die junge HSG-Truppe wieder heran. Vor allem eine konsequente und geschlossene Deckungsleistung zwang die Gäste vermehrt an den Rand des Zeitspiels. Durch die Ballgewinne und ein in dieser Phase gutes Tempospiel war man in der 53. Minute wieder dran (21:22). Infolgedessen erspielte man sich einige 100-prozentige Torgelegenheiten, die die Gastgeber jedoch leider liegen ließen. Das war bitter, denn zu dieser Zeit hätten sich die jungen Drachen einen Punkt sicherlich verdient gehabt. Am Ende waren die Homberger Gäste einfach den Tick cleverer und kaltschnäuziger und nahmen Revanche für die letztjährige Auftaktpleite im Siebengebirge.

Man weiß auf Seiten der Drachen, was man aus der Partie mitnehmen sollte und was es umzustellen gilt. Die taktischen Defizite muss man jedenfalls schnellstmöglich in den Griff bekommen, aber Kampf, Leidenschaft und Moral stimmten schon. An der taktischen Disziplin ist bei allen Beteiligten noch Luft nach oben. In dieser starken Liga darf man sich einfach keine Schwächephasen erlauben, denn diese werden eiskalt bestraft. 

Ein großer Dank geht auch wieder einmal an unser grandioses Publikum. So kann es weitergehen!!!

Für die HSG spielten: Adeyemi, Schultze – Kreutz (4), Kirfel, Nahry, Steinhaus (4), Dziendziol (1), Willmann (2), Hayer, Willcke (6/4), Fech, Tebbe (1), Marcinovic (1), Schulz (7).

HSG olé

 

(Foto: Olaf Pohl)