HSG Siebengebirge

Auch nach dem dritten Spiel der Saison bleiben die Drachen der HSG Siebengebirge ohne Zählbares. Eine kurze Schwächephase der Hausherren entschied das Derby gegen den TSV Bonn rrh., die letztlich mit 27:31 (14:14) Revanche für die Rückspielpleite aus der Vorsaison nahmen.

Erste Halbzeit ausgeglichen
Es entwickelte sich von Beginn an ein interessantes und spannendes Derby, wenn auch spielerisch nicht auf dem höchsten Niveau. Angetrieben von ihren Hinterleuten, Timo Adeyemi und Michael Rieder, die sich gegenseitig zu Höchstform antrieben, entwickelte sich zunächst ein Duell auf Augenhöhe. Die mit etwa 600 Zuschauern gutbesuchte Halle am Sonnenhügel sah zunächst, dass sich keine der beiden Mannschaften eine Pole-Position erspielen konnte und jedes Team rasch Antworten fand. So konnte sich keine Mannschaft richtig absetzen und zum Pausentee stand ein gerechtes 14:14 Unentschieden auf der Anzeigetafel.

Abermals Bruch zur Pause
Wie bereits im ersten Saisonspiel kam der Bruch zu Pause. Warum die Pause bisher oft als Knackpunkt festgemacht werden kann, scheint unklar. Jedenfalls nutzte der TSV genau hier jede Schwäche, jeden technischen Fehler der Hausherren eiskalt aus. Beim 15:19 aus Sicht der HSG nahm Trainer Helmut Menzel in Minute 36 die Auszeit, um den Schwung der Gäste zu bremsen. Infolgedessen gelang es seinen Mannen zwar, den Abstand von vier Toren zu halten, ein echtes Herankommen gelang allerdings nicht mehr. 

Willmann mit Schadensbegrenzung
Der TSV nutzte die eklatanten Abwehrmängel der Hausherren im Stile einer Spitzenmannschaft aus und setzte sich letztlich verdient auf 24:30 ab. Nils Willmann, der erst in der 56. Minute Feldluft schnuppern durfte, verkürzte mit seinen vier Toren auf ein zumindest erträgliches Ergebnis. Ein Lichtblick, der sich für weitere Aufgaben empfehlen konnte.

Auf Seiten der HSG muss man sich in Bezug auf Einstellung, Moral und Leidenschaft kaum etwas vorwerfen, allerdings gilt es schleunigst, taktische Mängel und die Fehlerquote zu senken. Auf diesem Niveau bleiben diese nicht unbestraft, weshalb man bei dieser junge Truppe wohl "Lehrgeld" auf die Quittung stempeln wird.

Abermals ein großes Dankeschön an die zahlreichen Zuschauer, die für ein wieder einmal unvergessliche Derbystimmung gesorgt hat.

Alle Details zum Spiel gibt's zum Nachlesen des Live-Tickers auf SIS-Handball.

Knapp 350 Fotos vom Spiel gibt es in der Fotogalerie von Thomas "Buddhi" Schmidt.

Für die HSG spielten und trafen: Adeyemi, Wiese; Kreutz (5), Kirfel (2), Runge, Steinhaus (3), Dziendziol (3), Willmann (4), Willcke (5), Fech, Tebbe, Marcinkovic (2), Schulz (3)

HSG olé!