HSG Siebengebirge

Am vergangenen Samstag gastierten die Siebengebirgler im Krefelder Raum bei den Adlern aus Königshof. Trotz einer aufopfernden Performance ging man erneut mit leeren Händen aus der Partie. Mit einer abermals schlechten Abwehrleistung machte man es dem Tabellennachbarn beim 33:35 allzu häufig viel zu einfach.

Die Vorzeichen standen nicht gut für das Spiel. Angefangen mit dem Umstand des Staatsbesuches von Recep Erdoğan in Köln verzögerte sich die Anfahrt und 40 Minuten vor Anpfiff saß erstmals die ganze Truppe zusammen in der Kabine zur Taktikbesprechung. Damit nicht genug, denn von den zwölf angereisten Feldspielern sollten letztendlich nur acht einsatzbereit sein. Bastian Willcke (Knieprobleme), Joschka Kreutz (Rückenprobleme), Nils Willmann (Nasenprellung), Mike Nahry und die länger verletzten Fabian Zächerl (Reha) und Hendrik Schultze (Mittelfußbruch) waren alle zum Zuschauen verdammt.

Trotz des großen Lazaretts war die Moral nicht am Boden. Ganz im Gegenteil, war der Einsatz der übrigen umso beeindruckender.

Die Grün-Blauen erwischten den besseren Start und gingen durch Timo Stöcker mit 3:1 in Führung (4. Minute). Danach offenbarte man allerdings zunehmend fehlende Absprachen in der Abwehr. Die Gastgeber wussten diese clever auszunutzen und zogen allmählich an der HSG vorbei (4:4 6. Minute; 7:4 8. Minute). Auch die Auszeit von Trainer Helmut Menzel konnte diesen Lauf nicht unterbrechen. Florian Lepper baute mit seinem dritten Treffer in Folge die Führung für seine Farben weiter aus (10:6 13. Minute).

Der Torwartwechsel auf Siebengebirgsseiten brachte in diesem Moment neue Impulse in die Mannschaft. Moritz Wiese wusste mit starken Paraden die Lücken in der Abwehr zu füllen. Allein die hohe Fehlerrate im Angriff verhinderte eine HSG-Führung zur Pause (15:15).

Der Beginn der zweiten Halbzeit war gleichzeitig Startschuss für ein spannendes Torspektakel. Kein Trainer konnte nur ansatzweise ein Mittel für die gegnerischen Angriffsreihen finden. Tor um Tor reihte sich auf der Anzeigetafel auf, wobei es keiner Mannschaft gelang sich entscheidend abzusetzen (20:20 38. Minute; 24:24 47. Minute; 29:28 55. Minute). 113 Sekunden vor dem Schlusspfiff traf Timo Hüpperling zum 32:30, ehe Dejan Pavlov 14 Sekunden später mit seinem neunten Treffer zum 33:30 das Spiel entschied.

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Für die HSG spielten und trafen: Adeyemi, Wiese (beide Tor); Kirfel (3), Steinhaus (11/3), Dziendziol (2/1), Fech (1), Stöcker (3) Tebbe (1), Marcinkovic (3), Schulz (9)

HSG olé