HSG Siebengebirge

Die weibliche C-Jugend der HSG erreichte am Samstag, 12.05.2018 beim Oberliga-Qualifikationsturnier in Euskirchen mit drei ungefährdeten Siegen die direkte Qualifikation für die Oberliga-Spielzeit 2018/2019 des HVM.

Ja, geschafft – Herzlichen Glückwunsch

Die Mannschaft:
v.l. stehend: Axel Breme (Trainer), Pia A., Nati, Hannah K., Kim, Lena (Tor), Lilli, Hanna B., Eva, Pia H., Marion Klein (Torwart-Trainerin)
v.l. kniend: Mara (Tor), Fine, Benita, Flavia, Caro

Mit den drei Spielen an diesem Turnier zeigten die Mädels der Blau-Grünen eindrucksvoll, das Sie wohl derzeit die stärkste Mannschaft in diesem Jahrgang des Kreises Bonn/Euskirchen/Sieg sind. Weder die Vertretung der HSG Euskirchen wC beim 20:13 (9:2) noch die Mannschaft des HV Erftstadt wC beim 24:11 (9:7) konnten die Mädels stoppen. Und auch die als stark eingeschätzte TSV Bonn rrh. wC konnte nicht mit der wC der HSG beim 21:14 (11:8) mithalten. In den jeweiligen 2 x 15 Minuten Partien mit 1 Minute Halbzeitpause zeigten sich die Siebengebirglerinnen auch auf hohem körperlichen Trainingsniveau.

Am Ende des Tages wurde erst klar, dass man im ersten Spiel gleich auf die Mitbewerberinnen um den Tuniersieg antreten würde. Die HSG Euskirchen wC kam zunächst in Hälfte 1 nicht wirklich ins Spiel. Schnelle Aktionen der Blau-Grünen im Angriff und eine sehr starke Abwehr verhinderten die meisten Angriffe der Euskirchenerinnen. In Halbzeit 2 wurde bei der HSG viel gewechselt und so konnten die Gegnerinnen auch ihre Stärken vermehrt zum Einsatz bringen und kamen nun selbst zu Treffern. Noch dazu vereitelte die Torhüterin aus Euskirchen Tempogegenstösse und Torwürfe von außen. Letztendlich war zur Pause mit 9:2 und am Ende beim 20:13 der Sieg aber nie in Gefahr. Der Auftakt war also perfekt gelungen. Am Ende waren es eben diese Mädchen aus Euskirchen, die im einzigen wirklich „engen“Spiel des Tages den TSV Bonn rrh. wC mit 16:15 bezwingen konnten. Damit hatten die Bonnerinnen nicht gerechnet.

Im zweiten Spiel für die HSG ging es gegen den TSV Bonn rrh. wC. Die als Entscheidungsspiel prognostizierte Partie wurde auch als einzige mit zwei Schiedsrichtern besetzt, was sich dann auch im Verlauf als weise herausstellte. Drei Verwarnungen und sieben (7) Zeitstrafen auf Seiten der HSG bei zwei Verwarnungen auf Bonner Seite sind Nachweis dafür, dass beide Mannschaften in der Abwehr gefordert wurden. Zwar führten die Bonnerinnen nie im Spiel, ließen die HSG aber nie wirklich davonziehen. So endete der erste Abschnitt mit 11:8, wobei der TSV beim 4:3, 7:6 und 8:7 immer wieder auf ein Tor herankam. In der zweiten Hälfte gelang es den Blau-Grünen jedoch sich mit 14:10 nach 20 Minuten Gesamtspielzeit entscheidend abzusetzen und ließen fortan die Bonnerinnen nicht mehr herankommen. Dabei musste unser Team gar zweimal in doppelter Unterzahl bestehen, was aufopferungsvoll gelang. Hervorragend für die Zuschauer war zudem eine Aktion im Zusammenhang mit einem gegen die HSG verhängten 7-Meter. Den konnte unsere Torhüterin beim Schuss und Nachschuss parieren ehe der erneute Wurf von unserer Verteidigerin nur auf Kosten eines weiteren 7-Meters verhindert werden konnte. Den hielt unsere Torhüterin erneut und so tobten die Fans auf der Tribüne und waren sich einig, dass so eine Mannschaft heute nicht mehr verlieren kann. Das Endergebnis von 21:14 war dann auch hoch verdient und letztlich nie gefährdet.

Gegen die Vertreterinnen der HV Erftstadt wC gaben das Trainerteam nun auch den jüngeren,  unerfahrenen und ebenfalls hoch motivierten Spielerinnen die Möglichkeit, ihren Beitrag zu leisten. Und schon war zu sehen, dass die bisher mit 0:4 Turnierpunkten hinten liegenden Gegnerinnen gleich die Gelegenheit zu nutzen wussten. Beim 4:1 und 6:3 nach 9 Spiel-Minuten für die Gegnerinnen war zu erkennen, dass auch sie Handball spielen können.  Nach ca. 10 Minuten der ersten Halbzeit wurde dann wieder durchgewechselt und nach 13:36 Minuten Spielzeit stand es 8:7 für die HSG, was dann auch kontinuierlich ausgebaut wurde. Das 9:7 zur Pause und der Endstand von 24:11 machten auch klar, dass die Mannschaft um die beiden Spielführerinnen Lilli (Feld) und Mara (Tor) bereits in der Lage ist, den Schalter umzulegen und das eigene Spiel auch nach Rückständen durchzubringen.

So war das Trainerteam mit Axel Breme und Marion Klein am Ende nicht nur super zufrieden, sondern auch erleichtert. Es war im Vorfeld nämlich nicht ganz klar, wie sich die Mannschaft in einem Turnier bei erhöhtem Druck verhalten würde. Die Leistungsfähigkeit hatte man schon lang gesehen und erkannt. Der Wettkampf war aber doch neu für das junge Team, das auch mit vielen 2005 und 2006 Spielerinnen besetzt ist, die viel Potential für die Zukunft erkennen lassen.

Axel Breme dazu:

„Die Mannschaft hat in der gesamten Vorbereitung und auch im Turnier konsequent und auf hohem Niveau gearbeitet und ist als Team aufgetreten. Die Neuzugänge haben sich gut integriert. Alle Mädchen können sehr stolz auf sich sein. Den Aufstieg haben sie alle durch die Bank weg verdient, im Tor wie im Feld. Taktische Aufgaben und unsere schnelle Spielweise sind gut umgesetzt worden. Kein Durchhänger, keine Zeitstrafe und keine Verletzung hat uns zurückgeworfen oder im Spielfluss bremsen können. Einfach toll. Und wenn man noch sieht, wie die Mannschaft im Umschaltverhalten nach vorne immer wieder und unermüdlich bis zum Spielende jeder Partie den Abschluss versucht hat zu erzielen, dann freuen wir uns alle auf die kommende Spielzeit in der Oberliga und auf tollen Mädchenhandball bei der HSG und im HVM.

Das hat vor allem auch den Fans auf der Tribüne sehr gut gefallen. Danke Mädels für den tollen Tag und herzlichen Glückwunsch.

HSG olé

Dieter Klein