HSG Siebengebirge

Wie heißt es so schön … „Siege werden im Kopf entschieden!“ Und dieser war am heutigen Tage bei den Aachenern deutlich frischer, konzentrierter und willensstärker.

Das seit Jahren eingespielte Team der Gastgeber ließ den Ball von Beginn an flüssig laufen. Die Aufbauspieler gingen immer wieder auf die Nahtstellen, knackten damit den Abwehrverbund der Gäste und setzten anschließend geschickt ihren Rechtsaußen sowie den Kreisläufer in Szene, die allzu leicht abschließen konnten. Sollten diese mal nicht frei stehen, kamen sie selbst erfolgreich zum Torwurf. Und bei der HSG sollte an diesem Spieltag nicht wirklich viel zusammenlaufen. Die Abwehr war, wie oben beschrieben, sehr anfällig und nach vorne war ebenfalls viel Sand im Getriebe. Über zwanzig Fehlwürfe, vier verworfene Siebenmeter sowie eine Vielzahl technischer Fehler und Fehlpässe standen zu Buche. Mit zunehmender Zeit spürten die mitgereisten Fans, dass das auch nicht spurlos am Team vorbeiging. Denn nach rund 40 Minuten wirkte es auf den Rängen so, als würde man sich auf dem Feld dem Schicksal ergeben. Eine Woche vorher war es Schwarz Rot selbst noch so ergangen, doch sie hatten ihre Lektion gelernt und das Gelernte heute umgesetzt.

Dabei fing alles gar nicht so schlecht an. Nach einem 2:0 Rückstand und einem verworfenen Siebenmeter konnte die HSG ausgleichen und anschließend sogar mit 2:4 in Führung gehen. Nach noch nicht einmal sieben Minuten Spielzeit folgte sofort eine Auszeit des Aachener Trainers. Der nächste Treffer galt den Kaiserstädtern und die HSG verwirft auch den nächsten Siebenmeter. Doch immer wieder durch unseren Torhüter eingeleitet, konnten nun Tempogegenstöße gelaufen werden. Trotz vieler Fehlversuche vor dem gegnerischen Tor gelang es so, bis zur zwanzigsten Minute einen knappen 1-Tore Vorsprung zu verteidigen. Nachdem sich dann die Aachener einen zwischenzeitlichen 3-Tore Vorsprung herausspielen konnten, gelang es dem Gästeteam zur Halbzeitpause sich wieder auf einen aussichtsreichen 16:15 Zwischenstand anzunähern.

Eigentlich mussten die Grün Blauen nach der Halbzeit die große Anzahl der Fehler lediglich halbieren und schon wäre ein weiterer Auswärtssieg in Sichtweite gewesen. Und tatsächlich, zwanzig Sekunden nach Wiederanwurf sollte die HSG durch Ben ausgleichen – allerdings zum letzten Mal. Aachen spielte fortan sein Spiel ruhig und konzentriert runter, während die Siebengebirgler weiterhin in der Abwehr Schwächen zeigten und vorne zu wenig den direkten Weg auf die gegnerische Abwehr suchten. Die Konsequenz, nach 41 Spielminuten führten die Gastgeber bereits mit fünf Toren. Nach fehlender Frische und Konzentration schwand bei der HSG nun auch noch die letzte Gegenwehr und der Kampfgeist. Mit der Schlusssirene wies die Anzeigetafel schließlich einen 33:27 Endstand für die Heimmannschaft aus. Ein dem Spielverlauf nach durchaus verdienter Sieg der Schwarz-Roten – auch wenn für die Grün Blauen mehr drin gewesen wäre.

Am kommenden Sonntag empfängt die mA1 der HSG um 15:00 Uhr die Bergischen Panther am heimischen Sonnenhügel. Dann gilt es für das Team, die richtigen „Lehren“ aus dem heutigen Spiel zu ziehen und entsprechend mit Herz und konzentrierten Aktionen die Sunshine Arena zu verteidigen. Und eine vollbesetzte Fantribüne wird die Mannschaft dabei motivieren und zusätzliche Kräfte freisetzen. Wir zählen auf Eure Unterstützung!

HSG olé

 

Es spielten: Anto, Ben, Christopher, David, Luis, Maarten, Marvin, Max G., Mike, Moritz K., Moritz W., Tobi