HSG Siebengebirge

Am Samstagnachmittag reiste die männliche A-Jugend der HSG Siebengebirge zum Spitzenspiel und Saisonfinale der Regionalliga Nordrhein nach Refrath. Aus Sicht der Siebengebirgler war dies ein Alles-oder-Nichts-Spiel. Denn mit einem Auswärtssieg bei der HSG Refrath-Hand konnte man sich die Vizemeisterschaft sichern, um die es gleichzeitig auch für die Gastgeber ging. Mit einer Niederlage wären die Grün-Blauen auf Rang Fünf der Tabelle abgerutscht und damit wäre auch die direkte Regionalliga Qualifikation für die kommende Saison futsch gewesen.

So zeigte sich die Mannschaft von Nils Grunwald von Beginn an hochkonzentriert und taktisch diszipliniert. Der Ball lief gut, kaum ein Wurf verfehlte das gegnerische Netz, in der Abwehr wurden so gut wie keine Treffer zugelassen und ein ums andere Mal klaute man den bis dahin überforderten Gastgebern den Ball. Nach fünf Minuten Spielzeit stand es bereits 3:0 für die Gäste aus dem Siebengebirge. Und auch nach dem ersten Treffer für die Gastgeber wirbelten die Grün-Blauen weiter und ließen in dieser Phase keinen Zweifel darüber aufkommen, wer als Sieger vom Platz gehen sollte. Nach 13 Minuten zeigte die Anzeigetafel ein 7:4 für die HSG, so dass der Refrather Trainer früh vom Team-Timeout Gebrauch machte, denn gegen die bärenstarke HSG Deckung gelang seinem Team wenig. Doch die Grün-Blauen behielten auch nach dieser Auszeit die Oberhand und legten in den folgenden zehn Minuten mit einem 5:1 Lauf zum 5:12 Zwischenstand aus Sicht der Gastgeber nach. Danach folgten Treffer auf beiden Seiten zum 14:8 Pausenstand für die HSG Siebengebirge.

Auch im zweiten Durchgang zeigten die Grün-Blauen eine starke Defensivleistung. Dies war auch wichtig, denn der Angriffsmotor begann ein wenig zu stottern. Die Refrather Abwehr hatte sich nun besser auf das in der zweiten Halbzeit wenig variable Angriffsspiel der Gäste eingestellt. Aber auch die technischen Fehler, unnötigen Ballverluste und Fehlwürfe brachten die HSG-Junioren nicht mehr von der Siegerstraße ab. Denn ihr Torhüter Moritz Wiese, der bereits in der ersten Halbzeit einige hundertprozentige Chancen entschärfen konnte, krönte durch eine bärenstarke zweite Halbzeit seine tadellose Leistung (57% gehaltene Bälle) und zog den Angreifern des Gastgebers nach und nach die Zähne, so dass der Gegner weiterhin auf Abstand gehalten werden konnte. Um 19:30 Uhr entlud sich dann mit der Schlusssirene all die Anspannung der vergangenen Woche in einem grenzenlosen Jubel. Die zu Saisonbeginn neuformierte Mannschaft verabschiedete sich mit einem 23:18 Erfolg und der Vizemeisterschaft aus der Saison.

Der komplette Spielverlauf ist im Detail online abrufbar.

„Der Schlüssel zum heutigen Erfolg war, dass wir die bessere Abwehr mit einem sehr starken Torhüter hatten“, so Co-Trainer Tom Kesper, der in der kommenden Saison die männliche A1 hauptverantwortlich übernehmen wird.

Am Ende einer ganz besonderen Saison, mit Höhen und Tiefen sowie vielen verletzungs- sowie krankheitsbedingten Ausfällen, die immer wieder kompensiert werden mussten, hat das Team diese Vizemeisterschaft verdient gewonnen. Dieser Triumph war nach der Vorbereitung zu Saisonbeginn allerdings keineswegs zu erwarten gewesen.

Es spielten: Moritz Wiese, Nick Burgunder (beide Tor), Max Gebel (6/3), Tom Heinemann (1), Gustavo Jochim, Luis Jochim (3), Nico Kesper (3), Moritz Knieps (1), Anto Marcinkovic (8/1), Nico Meurer, Ben Picard (1), David Runge (2), Marvin Steinmetz, Christopher Traut (1)