HSG Siebengebirge

Die männliche A2-Jugend hat sich beim Qualifikationsturnier des Handballkreises Bonn-Euskirchen-Sieg für die Saison 2018/2019 den Startplatz für die Oberliga Mittelrhein gesichert. Damit konnte die „Reserve“ das Ergebnis aus dem Vorjahr nochmals toppen. Die HSG Siebengebirge tritt damit erneut mit zwei Junioren-Teams in der hochklassigen Oberliga Mittelrhein und der Regionalliga Nordrhein an.

Der Weg zur Qualifikation für die Oberliga des Handballverbandes Mittelrhein (HVM) war besonders kurz und intensiv: innerhalb von nur vier Tagen, vom 10. – 13. Mai, standen für die Aktiven um das Trainergespann Georg „Schorsch“ Moitzfeld und Christian „Scotty“ Schneider acht Spiele mit je 2x20 Minuten Spielzeit auf dem Programm.

Im Vorfeld war klar, dass dies eine kräftezehrende Aufgabe werden würde. Aus Fairness-Gründen verzichtete die HSG in diesen für alle Vereine in der Qualifikation so wichtigen Partien auf den Einsatz aller Spieler, die schon im Vorjahr in der A-Jugend Regionalliga im Einsatz waren. Da die mA1 durch den zweiten Platz in der abgelaufenen Saison 2017/2018 wieder für die Regionalliga Nordrhein gesetzt war, werden diese Spieler auch wieder in diesem Team – und nur dort – zum Einsatz kommen.

Aus dem großen, verbleibenden Kader junger, talentierter Spieler wurde ein 16-köpfiges Team gebildet, das die „Mission Oberliga“ bewältigten sollte. Zielsetzung war, unter die Top-Vier im Kreis zu kommen, was bei Platz 2-4 eine weitere Qualifikationsrunde auf HVM-Ebene nach sich ziehen würde. Nur Platz 1 würde die direkte Startberechtigung in der Nordrheinliga-Qualifikation bedeuten. Da die Grün-Blauen dort aber bereits mit der mA1 vertreten sind, würde die Zweite Mannschaft automatisch in der HVM Oberliga gesetzt sein.

Das Ziel war also klar fixiert und das Team war bereit – nur die Gegner waren noch die große Unbekannte in dieser Rechnung. Mit Geislar-Oberkassel-Godesberg (JSG GOG) und der JSG Bonn – eine Mannschaft der Vereine TSV Bonn rrh und HV Poppelsdorf – erschienen gleich zwei neu gegründete Spielgemeinschaften erstmals in der A-Jugend Qualifikation auf dem Spielplan. Auch standen hinter der HSG Swist und dem TV Palmersheim eher ein Fragezeichen. Die A-Jugend Reserve der Palmersheimer und die HSG Sieg hatten die HSG-Trainer als etwas schwächere Gegner auf dem Zettel. Mit dem TuS Niederpleis und dem TV Rheinbach erwartete man zudem zwei Traditionsvereine, die man aus vielen Begegnungen in der Vergangenheit gut einschätzen konnte.

Der erste Turniertag startete mit einem enorm wichtigen Auftakterfolg gegen die späteren Zweitplatzierten JSG GOG. Wichtig war der Sieg deshalb, da die JSG GOG nur dieses und das nächste Spiel gegen die HSG Swist verlor und dann keinen Punkt mehr abgeben sollte. Es folgte für die Siebengebirgler ein hoher Sieg gegen die Zweitvertretung vom TV Palmersheim. Schon am ersten Turnier-Tag kristallisierten sich in den ersten Spielen die direkten Konkurrenten um die Plätze 1-4 heraus. So kam es am ersten Tag im letzten Spiel des Tages zum ersten Spitzenspiel gegen den späteren Drittplatzierten TV Palmersheim. Die zuerst ausgeglichene Partie kippte zuerst zugunsten des TVP mit 12:15 und 15:18. Doch die HSG kämpfte sich in der zweiten Halbzeit wieder heran und konnte mit 22:20 in Führung gehen. Eine divers diskutierte Zwei-Minute-Strafe gegen die HSG in der Schlussphase sorgte für etwas Unruhe im Team und leider auch für den 22:22 Endstand. Der erste Tag war geschafft, 5:1 Punkte konnten verbucht werden. Dabei hatte die neu formierte Truppe schon zwei schwere Spiele absolviert, also konnte man sehr zufrieden die Heimreise antreten.

Der zweite Tag startete direkt mit dem nächsten Spitzenspiel gegen die HSG Swist. Das sehr ausgeglichene und spannende Spiel endete nach einem grün-blauen Doppelschlag in den letzten eineinhalb Spielminuten ebenfalls unentschieden.

Das zweite Spiel gegen den TV Rheinbach endete relativ unerwartet deutlich mit 19:12 für die Königswinterer. Die Rheinbacher konnten in ihrem dritten Spiel dieses Tages dem breit aufgestellten und damit konditionell überlegenen Kader der Grün-Blauen nicht mehr viel entgegensetzen.

Am dritten Tag standen die Junioren aus dem Siebengebirge dann mit TuS Niederpleis, JSG Bonn und dem Auftaktgegner HSG Sieg drei sehr unangenehm zu spielenden Teams gegenüber. Unangenehm deshalb, weil aufgrund der vorangegangenen Ergebnisse dieser Teams alles möglich war.

Das erste Spiel gegen die HSG Sieg verlief anders als erwartet aus Sicht der Grün-Blauen. Viele Chancen wurden vergeben und Bälle durch technische Fehler weggeworfen. So rieb man sich beim Stande vom 3:4 erst einmal die Augen. Da keine Auszeit erlaubt war, musste die Mannschaft durch Spielerwechsel und laute Anweisungen von der Trainerbank entsprechend neu eingestellt werden. Die Deckung stand jetzt sicher und ein Endstand von 19:8 bedarf keiner weiteren Erläuterung.

Die beiden letzten Spiele gegen den TuS Niederpleis und JSG Bonn standen klar unter dem Vorzeichen, bloß nichts mehr anbrennen lassen. Die Siebengebirgler bekamen in dieser Phase auch Schützenhilfe von der JSG GOG, die den TV Palmersheim besiegte.

Im Spiel gegen den TuS Niederpleis war direkt klar, wer hier gewinnen wollte. Die Grün-Blauen waren von Beginn an hellwach und damit per se dem Gegner deutlich überlegen. Den gegnerischen Rückraumspielern wurden die Anspielstationen genommen und damit Fehler provoziert. Dies hatte zur Folge, dass die HSG einen Tempogegenstoß nach dem anderen lief und in der Endabrechnung einen sehr deutlichen 27:14 Sieg verbuchte.

Im letzten Spiel gegen die JSG Bonn war ein wenig die Luft raus. Die Akteure waren müde, die Luft in der Halle fast schon unerträglich verbraucht und sehr warm. Bei der JSG ging es außerdem um nichts mehr, denn sie konnte keinen der ersten vier Plätze mehr erreichen. Für die HSG hingegen ging es nochmals um zwei entscheidende Punkte auf der Haben-Seite zum Erreichen der Oberliga-Qualifikation. Nach einem ausgeglichenen Start über 3:3 konnten sich die Siebengebirgler, sicher und nie gefährdet, immer weiter absetzen. Zum Schluss stand ein 25:11 Sieg auf der Anzeigentafel.

Somit konnten die Junioren der HSG überglücklich, körperlich geschafft aber auch als ungeschlagener Turniersieger das Feld verlassen – der erste Platz war geschafft. Die zweite Qualifikationsrunde auf HVM Ebene bleibt den Siebengebirglern somit erspart, die Oberliga-Teilnahme 2018/2019 ist gesichert.

Ein herzlicher Glückwunsch geht an die Trainer und das Team. Den übrigen Mannschaften wünschen wir für die weitere Qualifikationsrunde viel Erfolg.

 

HSG olé