HSG Siebengebirge

Die Mädels der C-Jugend trafen am Samstag, 22.09.2018 in Königsdorf auf sehr starke Gegnerinnen und fuhren vor allem nach einer verkrampften 1. Halbzeit am Ende mit einer verdienten 18:29-Niederlage (Halbzeit: 5:16) mit hängenden Köpfen nach Hause.

Der Teamgeist stimmt bei der wC

Das erste Spiel überhaupt und dann auch noch auswärts gegen die Handballerinnen des TuS Königsdorf war zum echten Saisonstart der HSG-Mädels in die HVM Oberliga-Saison der weiblichen C-Jugend gleich die erwartet schwere Aufgabe. Die verkrampfte und vielleicht sogar verkorkste 1. Halbzeit gab schon einmal einen Einblick und Ausschau auf das notwendige Niveau für die Spitze der Tabelle. Am Ende war die Niederlage bereits nach den ersten 25 Minuten besiegelt und für die Königsdorferinnen hoch verdient.

Man möchte fast sagen: „Willkommen in der Oberliga“. Bis die Mannschaft zu dem Spiel fand, dass eigentlich in ihr steckt, brauchte es die Halbzeitpause. Beide Mannschaften tasteten sich nervös ab und nach gut 5 Minuten stand es erst 1:1. Doch dann wurde der mentale Druck auf die Mädels der HSG immer größer und die vielen einfachen Ballverluste und die konsequenten Schnellangriffe der Gasgeberinnen waren dann schon der Genickschuss. Das zweite Tor in Minute 8 und der dritte Treffer erst wieder in Minute 24 zeigen klar, wo das Problem lag. Dieser Anschluss kam herausgespielt von außen zu Stande und markierte das 3:16. Trotz der zwei weiteren Treffer zum 5:16 bis zur Pause schlich die Mannschaft mit hängenden Köpfen in die Kabine. Dort saßen dann wohl geschockte Spielerinnen mit einem Trainerteam um Axel Breme, der die Fehler benennen musste. Kein Druck, wenig Geschwindigkeit und viel zu viele leichte Fehler. Die 11 Tore Unterschied eine Folge der Verkrampfung und der Ausstrahlung der Gegnerinnen.

Hälfte Zwei lief dann auch deutlich besser. Zwar war das auch noch nicht die Folge von Spielzügen, sondern vielmehr ein Ergebnis der individuellen Leistung und Willensstärke. Aufgegeben hatte sich die Mannschaft nicht und das sahen auch die zahlreich anwesenden Fans aus dem Siebengebirge. Ein gut weitergelegter Ball auf eine Mitspielerin oder ein konsequente Einzelaktion brachte Gefahr, Tore und Strafwürfe für die wC. Doch alle Bemühungen halfen nicht mehr, näher als die 11 Tore wie zur Halbzeit heranzukommen.

Was fiel auf?

Die Abwehr war in den zweiten 25 Minuten stets zur Stelle. Das war wichtig und die Basis für das ausgeglichene Spiel. So nahm die Trainerin der Gastgeber auch gleich mal ein Team-Timeout, um auch die eigene Abwehr neu zu organisieren. Der Rückhalt bei den HSG-Mädels war vor allem die Torhüterin Lena, die mit ihren Paraden bestätigte, dass sie eine Stammkraft auf dieser Position werden kann.

Die individuelle Klasse einzelner Spielerinnen und der Kampfgeist der Mannschaft können Spiele entscheiden. Gegen Gegnerinnen des Formates Königsdorf braucht es aber den kollektiven Druck im Angriff. Der war aber am Anfang nicht zu sehen.

Die Mannschaft hält zusammen und kann sich wehren. Mit neuer Körpersprache und Haltung aus der Kabine gekommen, wollte man das Spiel nicht wehrlos abschenken. Das ist toll und ist auch Basis für die Bereitschaft, im Training weiter an nicht so guten Faktoren zu arbeiten.

Im Fazit bleibt zu bemerken, dass die Oberliga genau das notwendige Terrain für diese Mannschaft ist, um sich zu entwickeln. Im letzten Jahr kaum Gegenwehr und jetzt mit Verstärkung unter Druck geraten. Das ist es, worum es geht. Denn wir erinnern uns noch gut an die strahlenden Gesichter nach gewonnen Partien, der Emotionstreibstoff für die bevorstehenden Aufgaben in der Trainingsarbeit. Und eins darf man auch nicht vergessen. In den Teams von Königsdorf, Aachen und Leverkusen stehen nur Auswahlspielerinnen des HVM. Sich mit denen zu messen ist eben auch eine anspruchsvolle Herausforderung.

Die wC spielte mit: Lena (Tor), Benita, Hanna B., Pia, Hannah K., Nadine, Nati, Piet, Lilli, Caro, Flavia, Kim, Fine

„Kopf hoch“ und HSG olé

Dieter Klein