HSG Siebengebirge

Die weibliche C-Jugend der HSG trat am Samstag, 09.03.2019 bei der wC1 des TSV Bayer 04 Leverkusen in der HVM-Oberliga an und verpasste bei der 29:22 (13:11) Niederlage einen Punkt, oder gar den Sieg, nur knapp. Die Entscheidung fiel in dem spannenden Spiel erst in den letzten 8 Minuten, wobei das Ergebnis am Ende den knappen Spielverlauf nicht widerspiegelt.

wC: gute Laune trotz Niederlage

Gegen die Tabellenersten der Liga anzutreten war natürlich eine riesen Aufgabe und zunächst einmal ein Prüfstein für die Einstellung und den Willen, mitzuhalten. Der Einstieg war auch wie gewohnt verhalten, aber nach knapp 6 Minuten beim Tor zum 2:2 war das Team von Axel Breme voll im Spiel.

Man durfte sich nicht nur wundern, sondern auch freuen, wie toll die Abwehr den Favoritinnen aus Leverkusen entgegentrat und die Mannschaft selbst Tore erzielen konnte. Toll hinten im Team mitsamt den Torhüterinnen und klasse Spielzüge mit Torerfolgen vorne. Da waren die mitgereisten HSG-Anhänger begeistert und die Zuschauer der Gastgeberinnen überrascht. So einfach, wie vielleicht geplant, war es am Samstag für die Werkselfen dann doch nicht. Und zur Freude des HSG-Trainerteams gelang dann auch in der 18. Spielminute die erste Führung der Grün-Blauen zum 8:7. Eine 2-Minuten-Strafe mit 2 Toren in Unterzahl brachten in der Folge den Leverkusenerinnen eine kleine Hochphase und schließlich die 13:11 Pausenführung.

In der 2. Halbzeit war es dann ein offener Schlagabtausch zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Wobei die Leverkusenerinnen eher spielerisch und die Grün-Blauen vor allem aufgrund des Einsatzwillens erfolgreich waren. Richtig nervös wurden die Gastgeberinnen dann, als es in der 42. Minute zum 22:21 Anschluss durch die Mädels der HSG kam. Waren Sie doch einfach nicht abzuschütteln gewesen. Aber leider gaben dann doch wieder einmal Kleinigkeiten den Ausschlag. Eine Zeitstrafe zur ungünstigen Zeit, Tore dann in Unterzahl und zwei einfache Treffer durch 7-Meter-Strafwürfe und schon waren in den nächsten 6 Minuten die Felle davon geschwommen. Kein Treffer in dieser Phase und 6 Tore kassiert – das war die Entscheidung. Die letzten Aktionen waren nach dem gnadenlosen 28:21 dann auch nicht mehr wirklich wichtig. So stand am Ende zwar ein 29:22 für die Leverkusenerinnen auf der Anzeigetafel, aber in den Gesichtern und wohl auch Herzen der Grün-Blauen war eben die Gewissheit erkennbar, ein richtig tolles Spiel abgeliefert zu haben.

Sie hatten sehr vieles absolut richtig gemacht. Am Ende waren es mal wieder Feinheiten und die große Breite auf der Auswechselbank von Bayer, die eine Überraschung verhindert hatten. „Sensation verpasst“ kann man an dieser Stelle wohl nicht sagen, weil die Mädels der HSG schon lange kein wehrloser Punktelieferant für die Spitze der Oberliga mehr sind. Es braucht nur noch Weniges und ein Spiel, wie dieses, geht zur Freude Aller zu Gunsten der wC der HSG aus. Und das auch redlich verdient, wenn man verfolgt wie mitreisend sie in der bisherigen Spielzeit aufgetreten sind.

So waren Trainer Axel Breme und Torwarttrainerin Marion Klein auch richtig zufrieden und guter Dinge für die nächsten, letzten Aufgaben. Mit nun zwei Heimspielen am Sonnenhügel, einer vermeintlich einfachen Aufgabe gegen die Tabellenletzten in Wahlscheid, kommt die nächste und letzte Chance, sich selbst zu belohnen, am 6. April im Saisonabschlussspiel zuhause gegen die wC des BTB Aachen.

Die wC spielte mit: Mara, Lena (beide Tor), Hanna B., Pia A., Nati, Piet, Lilli, Caro, Flavia, Kim, Fine

HSG olé

Dieter Klein