HSG Siebengebirge

Im Gespräch mit der HSG Siebengebirge schildert Erik Wudtke, Co-Trainer der DHB Herren-Nationalmannschaft und Chef-Trainer der DHB-Junioren, worauf es bei der Nachwuchsförderung heute ankommt.

Erik Wudtke
Für Erik Wudtke steht die Entwicklung junger Sportler im Vordergrund. (Foto: Deutscher Handballbund)

Wer sich mit dem Nachwuchshandball in Deutschland beschäftigt, kommt an Erik Wudkte kaum vorbei – was wohl auch seine Gegenspieler aus der aktiven Zeit als Abwehrspezialist bestätigen können. Der gebürtige Aachener kennt den Handball im Mittelrhein bestens, war als Spieler in Deutschland, Belgien und Frankreich im Profibereich aktiv und ist heute beim Deutschen Handballbund als Trainer der Junioren sowie Co-Trainer der A-Nationalmannschaft im Einsatz.

Welche Veränderungen des Handballspiels für Spieler und Trainer hast du in den letzten Jahren beobachtet?
Die Sportart stellt immer größere Anforderungen in den Bereichen Flexibilität und Variabilität. Die Spieler haben ein deutlich größeres individuelles Aktionspotential, was den Handball meines Erachtens in den letzten Jahren attraktiver gemacht hat. Das Abwehrspiel wird im Spitzenbereich nicht mehr als starres System angewendet, sondern das situationsgerechte Lösen von Problemstellungen fordert sowohl das taktische, technische, psychologische als auch athletische Leistungspotential der Spieler. Für die Trainer fordert die zunehmende Individualisierung von Trainingsinhalten eine bessere Planung der Trainingseinheiten. Und das permanent mit dem Schwerpunkt, die Handlungsschnelligkeit zu verbessern.

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Am Oberpleiser Sonnenhügel hast du dir schon einige Spiele der HSG Regionalliga-Herren angesehen. Wie ist dein Eindruck vom Team und der Spielweise?
Die HSG Siebengebirge vollzieht einen schwierigen Spagat, wie ich ihn bei vielen Clubs in der 3. und 4. Liga in Deutschland sehe. Einerseits bietet die HSG jedem Mitglied eine sportliche Heimat, in der die Freude am Handballsport in all ihren Facetten erlebt werden kann. Andererseits bewegt sich die HSG mit ihrer Ersten Herrenmannschaft in einer Leistungssport-orientierten Konkurrenz und unterliegt auch deren Gesetzen. So fällt es einem jungen Team natürlich schwer, die notwendige Leistungskonstanz zu entwickeln, um gegen erfahrene Teams zu bestehen. Im letzten Jahr konnte der Klassenerhalt mit viel taktischem Geschick und großem Kampfgeist erreicht werden. Allerdings ist die Konkurrenz in diesem Jahr nicht schwächer geworden. Und trainiert wird in anderen Clubs ebenfalls mindestens dreimal die Woche.

Die HSG Siebengebirge setzt kontinuierlich auf sportliche Förderung im Jugendbereich und einen sehr hohen Anteil dieser eigenen Talente im Seniorenbereich. Was ist aus deiner Sicht essentiell für die Jugendförderung?
Wichtig ist in meinen Augen, dass ein Verein eine Philosophie hat. Eine Idee, eine Haltung für die man steht und für die man von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden will. Die HSG Siebengebirge steht für mich sowohl für Breitensport aber auch für eine ambitionierte Jugendförderung. Mehr noch: durch die Berücksichtigung von Individualtraining im HSG Trainingsplan zeigt die HSG, dass auch eine gezielte Talentförderung zur Vereinsphilosophie gehört. Aktive und ehemalige Spieler engagieren sich in der Trainerarbeit und geben ihre Erfahrungen an die jungen Handballer weiter - nur so ist ein aktives und erfolgreiches Vereinsleben möglich. Den Trainern kommt in den Leistungssport-orientierten Vereinen eine entscheidende Rolle in der Talentbindung zu. Über ihre Persönlichkeit, ihre Ansprache, ihre Fachkompetenz und über ihr Engagement entscheiden Trainer ganz oft, in welcher Geschwindigkeit und mit welcher Qualität sich Nachwuchsspieler entwickeln. Ich kann nur hoffen, dass die heimische Wirtschaft dieses Potential erkennt und den Verein genau in diesem Bereich organisatorisch und finanziell unterstützt.

 

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Erik Wudtke (Mitte) im Einsatz mit der Junioren-Nationalmannschaft bei der WM 2019. (Foto: Deutscher Handballbund)

Wo liegt für dich der Fokus bei der modernen Talentförderung im Junioren-Handball?
Eine hohe Anpassungsfähigkeit für das Abwehr- und Angriffsspiel und eine starke Ausprägung individueller „Waffen“ stehen in meiner Trainingsarbeit im Mittelpunkt. Aufgrund der zunehmenden Termindichte müssen wir verstärkt an der Belastungsverträglichkeit arbeiten, um Verletzungen vorzubeugen. Aber als Bundestrainer Jugend trainiere ich eben nicht nur Herz-/Kreislaufsysteme und Muskelketten, sondern in erster Linie junge Menschen. Somit ist es mir eine große Ehre, an einer positiven Entwicklung von Persönlichkeiten mitzuwirken, die für die Werte unserer Sportart stehen: Fleiß, Fairness, Teamfähigkeit oder auch Leistungsbereitschaft und Bodenständigkeit.

 

Das vollständige Interview ist in der aktuellen Ausgabe des Saisonmagazins HSG SIEBENER erschienen.