HSG Siebengebirge

"Viertes Spiel, erster Sieg." Die vor Spielbeginn gesprochenen Worte von Trainer Fabian Schlegel sollten für die Damen der HSG an diesem Wochenende wahr werden. Endlich konnte der lang ersehnte Sieg vor heimischem Publikum gefeiert werden. Deutlich setzte man sich gegen den Pulheimer SC mit 30:22 (13:9) durch.

                                                                                                             

Direkt zu Beginn der ersten Halbzeit zeigten sich die Siebengebirglerinnen hellwach und hochkonzentriert. Bereits nach 38 Sekunden hieß es daher 1:0 für die Blau-Grünen. Doch auch der Pulheimer SC zeigte sich selbstbewusst und so lieferte man sich im ersten Drittel des Spieles einen Schlagabtausch, bei dem die Damen der HSG zwar nie zurücklagen, sich aber auch nicht deutlich absetzen konnten. Dann jedoch legte die schon zuletzt starke Abwehr der HSG noch einen Gang zu und leistete sich über sieben Minuten keinen einzigen Gegentreffer. Zu verdanken war dies auch einer hervorragend parierenden Julia Zander, die erneut ihre Klasse unter Beweis stellen konnte.

Aber auch im Angriff konnten die Blau-Grünen am Sonntag Akzente setzen. Mangelte es hier in den letzten Spielen offensichtlich an Durchsetzungsvermögen und Selbstbewusstsein, konnte Trainer Fabian Schlegel hier die größte Leistungssteigerung verzeichnen. Großen Anteil an dieser Leistungssteigerung hatten Tine Kutlesa und Carola Wahl, die als erfahrene Spielerinnen in das Team der HSG zurückkehrten. Beide konnten dem jungen Team der HSG die fehlende Sicherheit und das nötige Selbstbewusstsein vermitteln. Durch eine voll besetzte Ersatzbank war es den Damen der HSG außerdem möglich, das häufig trainierte Tempospiel erstmalig voll auszuspielen und so setzte man sich zur Halbzeit mit 13:9 klar ab.

Konnten die Siebengebirglerinnen in den letzten Spielen noch keine konstante Leistung über zwei Halbzeiten abrufen, gelang dies zum ersten Mal gegen die Damen aus Pulheim. In der gesamten zweiten Hälfte ließ man die Gäste nie mehr näher als drei Tore aufrücken. Ilham Bouchuari und Finja Lagermann führten im Zusammenspiel mit Tine Kutlesa den Angriff und konnten so mehrere Tore für die Blau-Grünen erzielen. Zum Abpfiff zeigte die Tafel dann einen Endstand von 30:22 für die Damen der HSG, die sich fast ein wenig ungläubig jubelnd in den Armen lagen.

Für die nächsten Spiele heißt es nun, insbesondere an die Leistung im Angriff anzuknüpfen und weiterhin an einer konstanten Leistung über 60 Minuten zu arbeiten.

Für die HSG spielten: Meurer, Zander (beide Tor); Bouchuari (11/4), Sanders, M. (1), Andrassy, Schwanke, Fischer (1), Lagermann (6), Wenz , Reiser (1), Müller, Kutlesa (7), Wahl (3), Voll


HSG olé

Foto: R. Jungbluth