HSG Siebengebirge

Totgesagte leben bekanntlich länger - und so feierten die Damen der HSG am Sonntagabend einen sensationellen Sieg mit 24:21 (11:11) gegen den in der Tabelle deutlich besser platzierten TV Roetgen. In einer an Spannung kaum zu überbietenden Partie zeigten die Blau-Grünen Leidenschaft und Courage sowie den Willen, mit allen Mitteln um den Klassenerhalt zu kämpfen.

Sieg Roetgen
Sind dem möglichen Klassenerhalt einen wichtigen Schritt nähergekommen: die jubelnden Damen der HSG Siebengebirge

Nach der starken Leistung der vergangenen Woche im Derby gegen den TuS Niederpleis (25:23) hatten sich die Damen der HSG Siebengebirge fest vorgenommen, an das spielerische Niveau der Partie auch im Heimspiel gegen den TV Roetgen anzuknüpfen. Und der Plan ging auf: Von Anfang an zeigte man sich sowohl im Angriff als auch in der Abwehr hellwach und konzentriert und belohnte sich mit dem Führungstreffer durch Mathilde Andrassy. Aber auch der TV Roetgen, aktuell auf Platz sechs der Verbandsliga, ließ sich keineswegs von den Siebengebirglerinnen überrumpeln. So begegnete man sich von Anfang an auf Augenhöhe. Das ausgeglichene Spielniveau spiegelte sich stets am Spielstand wider, was dazu führte, dass sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen konnte. Besonders treffsicher zeigte sich in der ersten Hälfte der Partie Antonija Kutlesa, die sieben ihrer elf Tore in den ersten 30 Minuten erzielte. Einziger Wermutstropfen war eine erneut phasenweise auftretende Abschlussschwäche der Blau-Grünen, die eine deutlichere Führung verhinderte. So verabschiedete man sich mit 11:11 zur Halbzeitpause.

Angriff gegen Roetgen
Mit Spannung konnten die Zuschauer eine Partie auf Augenhöhe verfolgen.

Zurück auf dem Spielfeld, machten die Siebengebirglerinnen deutlich, dass man nach der starken ersten Hälfte keineswegs erschöpft war - sondern viel mehr gewillt, die eigene Leistung noch ein Stück zu steigern, um die dringend benötigten Punkte einzufahren. So stand die zuvor schon zuverlässig verteidigende Abwehr der HSG noch ein Stück stabiler und Roetgens Führungsspielerin Sonia Switala sah sich ein ums andere mal einer kaum überwindbaren Laura Behr gegenüber. Im HSG-Angriff wurden Torchancen jetzt besser verwertet und so musste man die Führung bis zur 46. Minute nicht mehr aus der Hand geben. Der TV Roetgen mobilisierte jetzt noch einmal alle Kräfte und ging mit 17:18 in Führung. Doch wie auch schon in der letzten Partie, zeigte Finja Lagermann ihre Fähigkeit, das Team im richtigen Moment besonders zu unterstützen und eroberte mit zwei Treffern in weniger als einer Minute die Führung für die HSG zurück. Aber auch jetzt gaben sich die kämpferischen Roetgenerinnen nicht geschlagen und glichen erneut zum 20:20 in der 52. Minute aus. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr führte jetzt Routinier Carola Wahl präzise und effizient das Spiel der HSG und so blieb die zu erwartende Nervosität aus. In der 54. Minute spielte sich bei einem Stand von 21:20 die wahrscheinlich spielentscheidende Szene ab und Sonia Switala sah sich HSG-Torhüterin Julia Zander im Siebenmeter-Duell gegenüber. Mit einer Glanzparade entschied die Torhüterin das Duell für sich und auf dem Sonnenhügel gab es jetzt kein Halten mehr. Unter beständigem Applaus beendeten die Blau-Grünen die letzten Minuten mit vier Toren und lediglich einem Gegentreffer zum Endstand 24:21. 

Für die HSG spielten: Zander, Lagermann (3), Thiel (3), Wahl (4), Behr, Fischer, Reiser, Kutlesa A. (11), Andrassy (3), Vögel-Höffner, Roettgen-Galbas, Reintgen, Voll

HSG olé