HSG Siebengebirge

Mit einem Überraschungssieg am Sonntag, den 16. Februar, haben die Damen der HSG in der Verbandsliga für das nächste Ausrufezeichen gesorgt. Gegen den Drittplatzierten CVJM Oberwiehl setzten sich die Grün-Blauen mit 24:23 (12:11) und sicherten sich wichtige Punkte für den Klassenerhalt. So konnten die Siebengebirglerinnen erstmalig in der Saison die Abstiegsränge verlassen und stehen nun auf Platz acht in der Tabelle der Verbandsliga.

Sieg Oberwiehl
Kämpfen mit aller Kraft für den Klassenerhalt: Die Damen der HSG

Noch gut in Erinnerung war den Damen das Hinspiel gegen den CVJM Oberwiehl, bei dem man sich ersatzgeschwächt mit mindestbesetztem Kader chancenlos 6:27 geschlagen geben musste. Dementsprechend hoch war die Motivation, den Oberwiehlerinnen, zu diesem Zeitpunkt noch drittplatziert in der Tabelle, zumindest eine Revanche auf Augenhöhe zu bieten. Folglich motiviert und durch die vergangenen Siege im Selbstbewusstsein gestärkt, starteten die Damen auch auf den Punkt konzentriert in die Partie. Wie zuletzt zeigte sich die Abwehr, dirigiert von Routinier Carola Wahl, von ihrer besten Seite und konnte so das von den Oberwiehlerinnen angestrebte Spiel über Kreisläuferin Kerstin Rotehnpieler bis auf wenige Ausnahmen unterbinden. Eine ebenfalls gute Leistung im Angriff führte dazu, dass sich die Damen nach dem Treffer der Gäste zum 0:1 durch Liz Hoeser die Führung zurückeroberten und durchweg halten konnten. Trotz der starken Leistung gegen zusehends überraschte Oberwiehlerinnen gelang es jedoch nicht, die Führung auszubauen und man verabschiedete sich mit 12:11 in die Halbzeitpause.

Caro und Julia
Mit zentralen Rollen für die starke Defensive der HSG: Caro Wahl und Julia Zander

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Gäste ihre offenbare Verwunderung über die Leistung der HSG-Damen jedoch überwunden und waren besser auf das Spiel der Blau-Grünen eingestellt. So mussten die Siebengebirglerinnen erstmals in der 34. Minute den Ausgleich hinnehmen. Jetzt profitierten die Damen der HSG aber eindeutig von den Siegerfahrungen der letzten Spiele und ließen sich durch die jetzt bessere Leistung der Oberwiehlerinnen nicht aus der Ruhe bringen. Ruhig und fokussiert ging man immer wieder in Führung und zwang die Gäste so, beständig ihrem Rückstand hinterherzulaufen. Mit starken Paraden und mehreren gehaltenen Siebenmetern kratzte Torhüterin Julia Zander zusätzlich an den Nerven der Oberwiehlerinnen, die mit Verlauf der zweiten Halbzeit sichtlich nervöser agierten. Zur Verzweiflung trieb die Gäste jedoch HSG-Führungsspielerin Tine Kutlesa, die sich durch keinerlei Bemühungen der Damen aus Oberwiehl beeindruckt zeigte und sich mit dreizehn Treffern als beste Werferin der Partie auszeichnete. In der Schlussphase hielt lediglich Pia Schmidt die Gäste im Spiel, der es mit variablen und starken Abschlüssen von der rechten Außenposition gelang, das Spiel bis zur letzten Minute knapp zu halten. Als jedoch in der 59. Minute Tine Kutlesa den Treffer zum 24:22 erzielte, änderte auch der Anschlusstreffer der Gäste zum Endstand 24:23 nichts mehr am umjubelten Sieg der Siebengebirglerinnen, welche die Partie so knapp aber verdient für sich entscheiden konnten.

Noch stehen die Zeichen jedoch nicht auf Entwarnung, denn auch nach Verlassen der Abstiegsränge sind die letzten vier Spiele der Damen entscheidend für die noch offene Entscheidung im Abstiegskampf. Eröffnet wird die Schlussphase der Saison am 29. Februar auswärts gegen den direkten Konkurrenten Polizei SV Köln. 

Für die HSG spielten: Zander; Lagermann (4), Thiel (2), Wahl, Fischer (1), Reiser, Kutlesa (13/1), Andrássy, Vögel-Höffner (1), Roettgen-Galbas, Reintgen, Strunk, Bouchuari (3), Voll

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