HSG Siebengebirge

Mit einem sensationellen Sieg gegen den Aufstiegskandidaten HSV Frechen II sicherten sich die Damen der HSG zwei weitere Punkte im Abstiegskampf. Hochzufrieden mit dem Endstand von 30:19 (16:13) ist man nun seit sechs Spieltagen ungeschlagen und somit dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher gekommen.

Sieg Frechen

Nach der Partie gegen den Polizei SV Köln II in der vergangenen Woche, in der man gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten "nur" ein Unentschieden erringen konnte, war den Damen aus dem Siebengebirge im Voraus die Wichtigkeit möglicher zwei Punkte gegen den Tabellenzweiten HSV Frechen II bewusst. Ein sicherlich ambitioniertes Ziel angesichts der Tatsache, dass in dieser Partie eine Mannschaft um den Klassenerhalt und die andere um den Aufstieg kämpfen würde. Die Damen der HSG konnten jedoch viel Kraft und Selbstbewusstsein aus den letzten Spielen mitnehmen und so fuhr man voller Motivation am Samstagabend nach Frechen. 

Zu Beginn der Partie wurde schnell klar, dass die Damen aus Frechen die Gäste unterschätzt hatten. Zwar lieferte man sich ergebnisbezogen zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dies war aber vor allem auf eine hohe Anzahl an vergebenen Siebenmeter-Versuchen zugunsten des HSV zurückzuführen. Gleichzeitig zeigten sich die Blau-Grünen in den Anfangsminuten im Angriff noch ein wenig zu zaghaft. Trotzdem konnte man die Frechenerinnen bereits in der elften Minute zum erstem Team-Timeout zwingen. Zwar mussten die Siebengebirglerinnen direkt im Anschluss den Rückstand zum 6:7 hinnehmen, doch in der Folge spielte man im Angriff, jetzt geführt von Carola Wahl, deutlich mutiger und holte sich mit zwei schnellen Treffern die Führung zum 8:7 zurück. Hiernach gelang den Frechenerinnen erneut der Ausgleich. Nun aber zeigte Tine Kutlesa der Frechener Abwehr ihre Grenzen auf, sodass sich diese nur noch mit einer engen Manndeckung zu helfen wusste. Der Angriff der Blau-Grünen ließ sich hiervon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und so konnte man sich bis zur Pause mit drei Toren zum 16:13 absetzen.

Nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit erwarteten die Siebengebirglerinnen, dass der HSV Frechen mit allen Mitteln den Rückstand in den ersten Minuten aufholen wollen würde. Man hatte sich also vorgenommen, in der Abwehr die Leistung noch zu steigern, da diese in der ersten Halbzeit zwar gut, jedoch nicht auf dem schon gezeigten Höchstniveau vergangener Partien einzuordnen, war. Und der Plan ging auf: Ausnahmslos zeigten die Blau-Grünen vollsten Einsatz und trieben den Angriff der Frechenerinnen zunehmend zur Verzweiflung. Bis zur 47. Minute schlossen die Siebengebirglerinnen die Abwehrreihe und man ließ lediglich zwei Tore zu. Gleichzeitig führte man auch die gesteigerte Leistung im Angriff fort, wobei besonders hervorzuheben zwei Traumtore von der rechten Außenposition zu Beginn der zweiten Halbzeit durch Finja Lagermann waren. Aber auch die übrigen Damen arbeiteten nun im Angriff verstärkt daran, das Fehlen der nach wie vor eng gedeckten Tine Kutlesa zu kompensieren und so konnte man durch zahlreiche Treffer von Antonija Kutlesa und Laura Behr die Führung immer weiter ausbauen. Die konsternierten Frechenerinnen hatten den Damen der HSG jetzt nichts mehr entgegenzusetzen und sahen sich mit leichter Verwunderung und Fassungslosigkeit einem Endstand zugunsten der Siebengebirglerinnen von 30:19 gegenüber.

In der nächsten Woche heißt es nun, die positiven Emotionen auch gegen die HSG Refrath/Hand mitzunehmen. Können die Damen auch hier einen Sieg erringen, ist bei einer gleichzeitigen Niederlage der Mannschaft des Polizei SV Köln der Klassenerhalt bereits vor dem letzten Spieltag gesichert.

Für die HSG spielten: Lagermann (4), Wahl (1), Behr (4), Kutlesa T. (11/4), Kutlesa A. (9), Vogel-Höffner, Pieper, Huhn (1), Reiser, Voll

HSG olé