HSG Siebengebirge

Nach einer guten Trainingswoche und einem voll besetzten Kader ging die Zweite Herren der HSG am Sonntag sehr optimistisch in die Partie gegen den HSV Bocklemünd zum Auftakt in die Saison 2020/2021.

Mit der offensiv ausgerichteten 5:1 Abwehr gelang den Grün-Blauen der eine oder andere Ballgewinn, woraus leider zu wenig gemacht wurde. Anstatt mit zwei oder drei Toren in Führung zu liegen, stand es in der 10. Spielminute nur 4:4. Gerade das Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff funktionierte überhaupt nicht, wodurch Bocklemünd genügend Zeit hatte, um sich in der Abwehr zu positionieren. Auch im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit gelang nicht mehr viel auf Seiten der Königswinterer Gäste und auch nicht bei den Bocklemündern. Jede Führung wurde portwendend von der jeweiligen anderen Mannschaft ausgeglichen. Ärgerlich für die HSG war der Treffer kurz vor Ende der 1. Halbzeit, als ein Bocklemünder Spieler zwei Sekunden vor Schluss den Ball unbedrängt im Tor unterbringen konnte. In der Halbzeitpause war HSG-Trainer van Zuilekom aufgrund der gezeigten Leistung deutlich angefressen. Er verlangte eine höhere Laufbereitschaft und vor allem mehr Tempo im Positionsspiel.

Seine Spieler schienen verstanden zu haben was van Zuilekom von ihnen verlangte. Denn kurz nach Wiederanpfiff gelang der 12:12 Ausgleich in der 32. Minute. Es entwickelte sich bis Mitte der zweiten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel, in dem Bocklemünd ständig in Führung lag, sich aber nicht spielentscheidend absetzen konnte, so etwa beim Stand von 18:16 in der 47. Spielminute. In den folgenden zehn Minuten gelang der HSG nur ein einziges Tor und Bocklemünd zog auf 24:17 davon. Am Ende gewinnt der HSV Bocklemünd verdient mit 25:19 und die HSG Reserve musste mit einer schmerzhaften aber lehrreichen Niederlage die Heimreise antreten. Entsprechend enttäuscht war HSG Trainer van Zuilekom, der sich aber auch eine Teilschuld der Niederlage zuschrieb.

"Leider konnten wir nicht an die gezeigten Leistungen aus der Testspielen anknüpfen. Gerade unser Positionsspiel war viel zu langsam, um der Bocklemünder Abwehr Probleme zu bereiten. Wenn wir nur zweimal den Links- und einmal den Rechtsaußen anspielen, sagt das alles über unser Positionsspiel aus. Wir hatten uns viel vorgenommen, konnten es aber leider nicht umsetzten. Natürlich war es für unserer Spiel nicht förderlich, das sich Felix Kurscheid sehr früh verletzte und nicht mehr zur Verfügung stand, aber das darf keine Entschuldigung für unsere unzulässige Angriffsleistung mit nur 19 Toren sein. Damit gewinnt man heutzutage nur noch selten Handballspiele. Aber auch ich hatte heute an der Linie keinen guten Tag, da ich meiner Mannschaft, nicht die entsprechenden Lösungen in den Auszeiten oder in der Halbzeitpause mitgegeben habe“, so ein selbstkritischer HSG Trainer van Zuilekom.

Es spielten und trafen: Sven Wohnus, Sebastian Miebach (beide Tor); David Runge (6/1), Tim Peter Nüsse (5), Max Gebel (3), Sebatian Dimel (2), Felix Kurscheid (1), Leonard Klosterhalfen (1), Moritz Knieps (1), Max Knieps, Björn Rietmann, Luca Stollfuss, Nico Meurer