HSG Siebengebirge

Nach einer Vorbereitung voller Ehrgeiz und Vorfreude sowie einem gelungenen Start in die mittlerweile abgesagte Saison 2020/2021 schmerzt es auch die Junioren der B-Jugend umso mehr, dass gemeinsames Handballtraining und Spiele für eine so lange Zeit nicht zu erleben sind. Doch das hält die Grün-Blauen nicht davon ab, sich fit zu halten und auch weiterhin Vollgas zu geben.

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Jeder für sich und doch alle gemeinsam: Linus Rohde und die B-Jugendlichen halten sich auch mit Solo-Läufen im Siebengebirge fit.

Dabei ist es egal, ob es sich um gemeinsame Zoom-Trainings oder individuelle Einheiten handelt. Denn wenn es zurück in die Halle geht, soll der Fokus wieder voll und ganz auf dem Handballsport liegen. Als das Team vor einem knappen Jahr in die Vorbereitung auf die neue Saison in der Oberliga Mittelrhein startete, war so einiges neu. Mit Oliver Dziendziol und Moritz Wiese hatte die Mannschaft zwei frische und ebenso ehrgeizige Trainer an der Seite, die zunächst sehr stark an der Athletik und dem Teamgeist arbeiteten. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Abwehr und das Umschaltspiel gelegt, um auf das HSG-typische Tempospiel zu fokussieren. Mit dem Saisonstart zahlte sich das monatelange Training direkt aus. Man startete mit zwei starken Siegen und einem etwas unglücklichen Unentschieden. Dann gingen die HSG-Junioren als Zweiter von sechzehn Mannschaften in den zweiten Corona-bedingten „Lockdown“. Mittlerweile ist die Saison 2020/2021 offiziell und endgültig vorzeitig beendet. „Das war ein bitterer Schlag für die motivierten Spieler. Wenn man dann noch zuhause auf dem Sofa die Handball Champions League oder die Weltmeisterschaft verfolgt hat, wird die Sehnsucht beim Team natürlich umso größer, bald auch wieder in die Halle zu dürfen“, sagt HSG-Trainer Oliver Dziendziol.

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Oliver Dziendziol (links) und Moritz Wiese bilden das HSG-Trainer-Team der männlichen B-Jugend der Saison 2020/2021.

Aber auch unter den so unglücklichen Umständen wurde keine Sekunde gezögert, sondern weiter an der Athletik und Kraft der Spieler gearbeitet. Zweimal die Woche treffen sich die Junioren virtuell per Videokonferenz-Tool zum gemeinsamen Training, das mit gleichem Elan angegangen wird wie das übliche Training in der Halle. Besonders die sogenannten Freeletics-Einheiten mit Fokus auf Muskelaufbau und Koordination prägen zurzeit die Dienstagabende und Samstagmorgen der Grün-Blauen. Außerdem absolvieren die Spieler individuelle Laufeinheiten oder Beweglichkeitsübungen. Diese können auch aus dem Yoga- oder Pilates-Bereich kommen - oder auch mal eine ganz individuelle Interpretation der bekannten Koordinationsleiter erfordern.

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Keine Koordinationsleiter zur Hand? Kein Problem! Die HSG-Junioren behelfen sich mit Stöcken, Kreide oder Wischspuren im Sand, um die Übungen durchzuführen.


Trainer Moritz Wiese sieht die Maßnahmen als wichtige Basis für den Neustart: „So können wir gute Grundlagen setzen, um als vielleicht fitteste Mannschaft der Liga wieder in der Halle auflaufen zu können. Dann wollen wir die nächste Saison ebenso erfolgreich in Angriff nehmen wie die letzte, die ja leider abgebrochen werden musste.“


HSG olé

Marc Hanke, Matthias Reintgen